Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten

Grundlage der Ausbildung ist die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV).

Die Ausbildung mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie im Erwachsenenbereich erfolgt am IPP Halle über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren. Die Ausbildungsgruppen bestehen aus 12 bis maximal 14 Teilnehmern und beginnen jeweils im September. Ab 2016 wird das Curriculum so organisiert, dass ein Quereinstieg im März möglich.

Nach der bundesweit einheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung besteht die Ausbildung aus mehreren Bausteinen:

  • Theoretische Ausbildung (600 h)
  • Praktische Tätigkeit (1.800 h)
  • Praktische Ausbildung (600 h) unter Supervision (150 h)
  • Selbsterfahrung (120 h)
  • „Freie Spitze“ (930 h)

Die Theoretische Ausbildung sowie die Selbsterfahrung finden in Form eines aufeinander aufbauenden Curriculums an ein bis zwei Wochenenden pro Monat (Freitag nachmittag bis Samstag abend) in den Räumen des IPP Halle statt.

Die Praktische Tätigkeit wird mit Unterstützung des IPP Halle vom Ausbildungskandidaten individuell geplant (optimalerweise gleich zu Beginn der Ausbildung), findet jedoch in den Kooperationskliniken statt.

Nach der Hälfte der Ausbildung erfolgt eine schriftliche Zwischenprüfung, die sich am Format der Staatsexamensprüfung orientiert, mit anschließender Rückmeldung an den Ausbildungsteilnehmer.

Die Praktische Ausbildung sowie die Supervisionen werden in der zum IPP gehörenden Ausbildungsambulanz durchgeführt. Ein Beginn gleich nach der Zwischenprüfung wird angestrebt, Unterstützung erfolgt durch einen Block von Ambulanzseminaren.

Zwar streben wir an, dass sich die Teilnehmer von Anfang an über supervidierte Psychotherapien refinanzieren, jedoch schließt das nicht aus, dass z.B. auch andernorts Teilzeit gearbeitet werden kann. Diese Fragen können mit der Leitung im Rahmen der angebotenen Informationsgespräche oder des individuell stattfindenden Bewerbungsgesprächs besprochen werden.

Für die „Freie Spitze“ wird die gesamte Arbeitszeit, die mit der Vor- und Nachbereitung aller Ausbildungsinhalte einhergeht, angerechnet.

Ziele der Ausbildung

Die Ausbildungsteilnehmer sollen befähigt werden, eigenverantwortlich psychische Störungen und psychosomatische Erkrankungen sowie psychische Folgeerscheinungen körperlicher Erkrankungen zu diagnostizieren und verhaltenstherapeutisch zu behandeln. Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung ist Voraussetzung für den Antrag zur Approbation als Psychologischer Psychotherapeut und zur Zulassung zur kassenärztlichen Versorgung in der Niederlassung.

Ausbildungsteilnehmer mit Interesse an einer wissenschaftlichen Arbeit (Promotion) unterstützen wir gern, indem wir einerseits den Kontakt zu dem Hochschullehrer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie anderen Hochschullehrern aus dem Kreis der kooperierenden Dozenten Institutionen herstellen. Ein Promotionsvorhaben ist jedoch nicht Bedingung für die Aufnahme!

Ausbildungsort

Das Institut für Psychologische Psychotherapieausbildung befindet sich im Herzen der Innenstadt von Halle (Saale). Die modernen Räumlichkeiten in der Leipziger Straße 100 sind sehr gut ausgestattet und bieten alle Vorausetzungen für Seminare, Selbsterfahrung und eine psychotherapeutische Ambulanz. In den Räumen der Ausbildungsambulanz befinden sich Therapieräume, ein Wartebereich für Patienten, eine Küche mit Sitzmöglichkeiten, eine klinische Testothek sowie eine Handbibliothek, die wir ständig erweitern.